Professionelles Stimmtraining

Anne-Isabelle Zils
  • Frau Anne-Isabelle Zils

„Bairisch ist Hochdeutsch!“

So habe ich es vor kurzem gelesen und fiel aus allen hochdeutschen Wolken als ich herausfand – Es stimmt:

„Das hoch in der Bezeichnung hochdeutsche Dialekte bezieht sich auf die Mundarten in den höhergelegenen (bergigen) Regionen des mittleren und südlichen deutschen Sprachraums, im Gegensatz zum nieder in der Bezeichnung niederdeutsche Dialekte in den im Gegensatz dazu tiefer gelegenen, niederen Regionen des nördlichen deutschen Dialektraumes...“ (Wikipedia)

Wird „Hochdeutsch“ im allgemeinen Sprachgebrauch also völlig falsch verwendet? Der Duden spricht von einer allgemein verständlichen Aussprache, einer Standardaussprache, die die Verständigung im gesamten deutschen Sprachraum fördert.

Das klingt vernünftig denke ich, aber was geschieht mit der Vielfalt der Dialekte und Mundarten? Werden wir auch auf dieser Ebene im Zuge der Globalisierung gleichgemacht? Geht dadurch nicht unglaublich viel verloren? Denn abgesehen von all den unterschiedlichen Klangfarben in der Aussprache verschwinden sogar Vokabeln aus dem allgemeinen Wortschatz, die es in einer standardisierten Sprache gar nicht gibt. Wie viel schöner ist ein „Helf Gott!“ als ein sprödes „Gesundheit!“ Oder wie öd ist ein „sehr“ gegen ein „sakrisch“?

Nichtsdestotrotz. Sollen jetzt die „zuagereisten“ Nordlichter alle Bayrisch lernen? Und was macht der Bayer wenn’s ihn nach Preußen verschlägt?

Ich freue mich über Ihre Meinung zum Thema Mundart und Dialekt in der deutschen Sprache.

Aus der Podcast-Reihe "von Volksmundmischarten"

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Name: Gregory Wiest
E-Mail: webmaster@voicepower.eu
abgegeben: Sonntag, 14. September 2008 - 11:32
Message: Hallo Webmaster!